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Chicago Cubs: Rückblick auf den Josh-Donaldson-Handel

Der in der ersten Runde des MLB-Drafts 2007 gedraftete Josh Donaldson, ein ehemaliger Hoffnungsträger der Chicago Cubs, blühte auf, als er gehandelt wurde.

Der Josh-Donaldson-Handel ist einer, der angesichts des Verlaufs der Dinge weiterhin in Frage gestellt werden wird. Fairerweise muss man aber sagen, dass die Chicago Cubs im Juli 2008 mit Rich Harden ein potenzielles Ass erwarben, als das Team gerade seine beste Saison seit 2003 spielte. Die Cubs erwarben Harden einen Tag, nachdem die Milwaukee Brewers CC Sabathia gehandelt hatten.

Die beiden Teams kämpften um die NL Central-Krone, bevor die Cubs Ende Juli mit einem Vier-Spiele-Sweep über ihre Rivalen hinwegzogen. Zu dieser Zeit war Donaldson noch ein Catcher. Mit dem Aufkommen von Geovany Soto im Jahr 2008 war es ein Leichtes, sich von Donaldson zu trennen. Von Soto wurde erwartet, dass er noch eine ganze Weile bleiben würde, nachdem er zum NL-Rookie des Jahres ernannt worden war.

Doch er verschwand von der Bildfläche, während Donaldson zur dritten Base wechselte, wo er bei den Oakland Athletics aufblühte. Bei seinem Debüt im Jahr 2010 schlug er in seinem zweiten Spiel einen Two-Run-Homer. Im Jahr 2011 spielte er das ganze Jahr über für die Triple-A-Mannschaft der Athletics, kehrte aber 2012 an die heiße Ecke zurück.

2014 wurde er zum ersten Mal in die All-Star-Liste aufgenommen, als er .255/.342/.456 mit 29 Homeruns und 98 RBI schlug. Es war die erste von drei aufeinanderfolgenden All-Star-Auswahlen, als er nach der Saison 2014 zu den Toronto Blue Jays gehandelt wurde.

Im Jahr 2015 erzielte Donaldson tolle Zahlen – 41 Homeruns und 123 RBI – und wurde zum AL MVP ernannt. In der Saison 2018 kämpfte er mit dem Dead-Arm-Syndrom, kehrte aber im vergangenen Jahr mit einer Rache zurück und unterzeichnete einen Einjahresvertrag über 23 Millionen Dollar mit den Atlanta Braves. Donaldson schlug 37 Bomben und erzielte 94 Runs in 155 Spielen.

Im Nachhinein kann man sagen, dass die Cubs auf die Verpflichtung von Kris Bryant verzichten, wenn Donaldson einen ähnlichen Weg zur dritten Base bei den North Siders hätte. Alles in allem hat sich der Trade für beide Seiten gelohnt, hatte aber das Potenzial, katastrophale Folgen zu haben, wenn Bryant sich nicht entwickelt hätte.